St. Marien Kevelaer vermittelt Mitfahrgelegenheiten zum „Kevelaer-Tag“ in Luxemburg

Kevelaer präsentiert sich im Herzen Europas

Im Vorfeld des Jubiläums „375 Jahre Kevelaer-Wallfahrt“, das in der Marienstadt im Jahr 2017 gefeiert wird, hat der Erzbischof von Luxemburg, Jean-Claude Hollerich, eine Initiative gestartet, die historische Verbundenheit zwischen den beiden Wallfahrtsorten zu beleben. In Luxemburg wird seit 1626 die Muttergottes als „Trösterin der Betrübten“ verehrt. Ein Kupferstich der Luxemburger Madonna, die heute in der dortigen Kathedrale zur Verehrung einlädt, wurde während des Dreißigjährigen Kriegs von Soldaten an den Niederrhein gebracht. Der Pfarrer von Geldern setzte es schließlich am 1. Juni 1642 in den vom Kaufmann Hendrik Busmann in der Kevelaerer Heide errichteten Bildstock ein. Seitdem wird Luxemburg als die „Mutter“ der „Tochter“ Kevelaer bezeichnet.

Während sich die niederrheinische Marienstadt in den folgenden Jahrhunderten zum größten Marienwallfahrtsort Nordwesteuropas entwickelt hat, spielt sich das Wallfahrtsgeschehen in Luxemburg insbesondere in einer vierzehntägigen Wallfahrtsoktave zwischen dem vierten und sechsten Sonntag der Osterzeit ab. Zum Abschluss der Oktave pilgern traditionell auch alljährlich die Kevelaerer in die Mutterstadt ihres Gnadenbildes.

Diese dreitägige Wallfahrt findet im Jubiläumsjahr der Kevelaerer Basilika ausnahmsweise zur Eröffnung der Oktave am Samstag, 10. Mai, statt. An diesem Tag werden sich dann allerdings nicht nur die Kevelaerer Pilger auf den Weg in das Großherzogtum machen. Zugleich werden Chor, Orchester und Bläser der Basilika sowie der Kevelaerer Männergesangverein anreisen, um im Rahmen eines großen „Kevelaer-Tags“ verschiedene Konzerte und Gottesdienste zu gestalten.

Zugleich wird mit dem „Place d’Armes“ der zentrale Platz in der Luxemburger Altstadt ganz im Zeichen der niederrheinischen Marienstadt stehen. Verkehrsverein, Stadtmarketing und Wallfahrtsleitung werden dort die vielfältigen Vorzüge Kevelaers präsentieren. Die Bläser der Basilikamusik und der Kevelaerer Männergesangverein werden Platzkonzerte im berühmten Musikpavillon des Place d’Armes geben.

Am Nachmittag nehmen alle Kevelaerer Gäste an der Eröffnungsandacht der Wallfahrtsoktave mit Erzbischof Hollerich teil. Der Erzbischof wird das Luxemburger Gnadenbild gemeinsam mit den Kevelaerern in einer Prozession in die Kathedrale begleiten. Die erste Festmesse der neuen Wallfahrtszeit wird am frühen Abend vom Rektor der Kevelaer-Wallfahrt, Domkapitular Rolf Lohmann, zelebriert und von Chor, Orchester und Bläsern der Basilikamusik musikalisch gestaltet. Nach dem Hochamt beginnt landesweit die „Nacht der offenen Kathedralen“, in deren Rahmen unter anderem Basilikaorganist Elmar Lehnen und der Männergesangverein ein Konzert gestalten werden.

Die Kirchengemeinde St. Marien vermittelt für alle Interessierten, die am Kevelaer-Tag in Luxemburg teilnehmen möchten, eine mögliche Mitfahrgelegenheit in privaten Pkw. Daher werden alle Kevelaerer, die am 10. Mai mit ihrem eigenen Pkw nach Luxemburg fahren werden, gebeten, mögliche freie Plätze an der Pforte des Priesterhauses (T. 02832 / 93380) zu melden. Dort können sich auch alle Kevelaerer, die noch eine Mitfahrgelegenheit für diesen Tagesausflug suchen, registrieren lassen. Der Pfarreirat der Gemeinde St. Marien wird dann Angebot und Nachfrage entsprechend koordinieren.

Am Sonntag, 30. März 2014, wird es übrigens im Rahmen des ersten Verkaufsoffenen Sonntags in Kevelaer eine touristische Präsentation der Stadt Luxemburg geben. Eröffnet wird dieser „Luxemburg-Tag“ in der Marienstadt dann um 11.45 Uhr mit einer Hl. Messe, die der Luxemburger Dompropst Georges Hellinghausen als persönlicher Gesandter des Erzbischofs in der Basilika zelebrieren wird. Der Luxemburger Kathedralchor und Domorganist Paul Breisch werden den Gottesdienst musikalisch gestalten. Chor und Organist werden dann auch ab 15 Uhr im Rahmen einer Festandacht mit anschließendem Orgelkonzert in der Basilika musizieren.